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Kurze Beschreibung
mit "Highlights": Sonntag Abend verabschiedet sich einer der Fahrer
von Ehefrau und Kindern. Im Fernsehen ist zu dieser Zeit Sendeschluß meist
noch deutlich vor Mitternacht! Der Kollege setzt sich in seinen rassigen
Ford Taunus und trifft in der Spedition - die es übrigens heute noch gibt
- seinen Kollegen. In der Dispo gibt es noch 200,- DM Tankgeld für die
Tour - da war noch nix mit Tank-Kreditkarten! - und die Frachtpapiere mit
der großen (roten) Fernverkehrskonzession, die in einer großen Tasche
verstaut werden. Am Hof erfolgt dann ordentlich die Abfahrtskontrolle,
bevor es um 22.00 Uhr los geht. Die Bremsleistung am Anhänger wird noch
manuell für jede Achse eingestellt - Standard zu jener Zeit! Dann erzählt unser Hauptdarsteller bei der
Abfahrt von
seinem Job als Fernfahrer und der Familie. Sein Kollege ist bereits hinten in der unteren
Koje und schläft bereits. Schon damals gibt es den Spruch: "Manchmal glaube ich, dass ich mehr
mit meinem Kollegen als mit meiner Frau verheiratet bin - weil ich viel
mehr Zeit mit dem Kollegen verbringe". Im Radio ist nach Mitternacht,
außer den nützlichen regelmäßigen Verkehrsmeldungen, mit der gefürchteten,
einschläfernden Tanzmusik zu rechnen, die ja auch schon von Truck Stop
besungen wurde ("Ich möcht so gern Dave Dudley hören"). Zwischendrin erfolgt eine
Einblendung der Fahrt, als es den Elzer Berg mit Tempo 40 runtergeht - "da
muss man langsam fahren, weil die 38 Tonnen ganz schön schieben". 38
Tonnen war damals das zulässige Gesamtgewicht. Und die berüchtigten
Schilderbrücken gab es auch schon! An veränderter
Geräuschkulisse erkennt er kurz darauf während der Fahrt, dass hinten auf
der Ladefläche was los sein muss. Er hält an und klettert auf einer
Holzleiter (!) rauf. Ein "Eimer" (kleines Fass!) ist umgefallen. Ja -
Ladungssicherung wurde noch nicht so genau genommen in jenen Zeiten!
Mitten in der Nacht macht er schließlich seine "Mittagspause" in einer
noch recht rustikalen Autobahnraststätte Lorch. Um 3 Uhr geht es weiter.
Kommentar: "Jetzt kommt eine langweilige gerade Strecke. Da muss man
aufpassen, dass man nicht einschläft. Da liegt fast jede Nacht ein
Lastwagen auf dem Kreuz!" Kurz darauf eine Panne. Der schlafende Kollege
muss mit raus und unter den LKW kriechen, um eine kleine Reparatur
auszuführen. Kein großes Thema für die Fahrer jener Zeit und "eine halbe
Werkstatt haben wir ja sowieso dabei". Zur Sicherheit ist links
hinter dem Fahrerhaus, zur Fahrbahn hin, sogar eine Rundumleuchte
montiert, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen, dass man auf dem
Standstreifen eine Panne hat. Dann geht es weiter und der Kollege
wieder in die Koje. Es folgen Kommentare zum schon damals auch gespannten
Verhältnis zu den PKW-Fahrern mit Einblendung einiger Schwarzweiß-Bilder.
"Nur gut, dass man sich auf die anderen LKW-Fahrer vor einem verlassen kann". Dann
schon wieder eine Panne. Kollege muss wieder raus, weil das Führerhaus
hochgekippt werden muss. Es gibt Probleme mit einer Dieselleitung. Das
haben die Fahrer aber alle zwei bis drei Wochen - die Reparatur ist also
schon Routine. Schließlich geht es
wieder weiter und der Kollege darf weiterpennen. Bis Stuttgart werden
zu früher Morgenstunde unter anderem Zeitvergleiche mit der Familie zuhause gezogen. Um 8 Uhr
morgens ist man in der Raststätte Stuttgart. Der Fahrer ist müde, hat die
Lenkzeit voll und weckt den Kollegen, der jetzt ran muss. Im Radio hört
man Peter Rubin mit "Wir zwei fahren irgendwo hin" - sehr passend zu der
Reportage über den Start in die Woche dieser zwei Fernfahrer. Der Fahrer
tankt noch (mit der Kippe im Mundwinkel...) und legt sich hin - übrigens
in díeselbe, noch warme Koje, in der vorher noch der andere gepennt hat.
Der Kollege hat
sich zwischenzeitlich frisch gemacht und fährt schließlich weiter nach Augsburg. Dort kommen sie um
10.30 Uhr bei ihrer ersten Abladestelle an. In der Firma wird dann
telefoniert während dem Abladen, wie es danach weitergehen soll. Handys und
Telefon im Fahrzeug hätte man damals noch für Luxus oder sogar Science
Fiction gehalten... |