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An den Deutschen Bundestag
Petition bestehend aus -10- Seiten
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Leben und arbeiten als Kraftfahrer ist heute zur modernen
Sklaverei geworden. Der Druck, der mit den Jahren aufgebaut worden ist
und jetzt auf die Arbeitnehmer ausgeübt wird (von der Politik, den
Gewerkschaften, den Auftraggebern, der Industrie, der Wirtschaft, der
„Modernisierung“ sowie der „Technisierung“) nimmt immer mehr zu! Der
Arbeits-druck nimmt Formen an, die man in keinem anderen Beruf
feststellen kann!
Wenn man damit nicht einverstanden ist, riskiert man mit Sicherheit
die Entlassung!
Macht man das alles mit, kann es passieren, dass die offiziellen
Instanzen den Führerschein entziehen (für Verstöße, die andere Leute
zu verantworten haben) und somit ein Berufsverbot für den Fahrer
aussprechen!
In welchem anderen Beruf gibt es so etwas?
Man hat zu tun mit seiner Familie, (wenn man Sie noch hat), dem Chef,
dem Disponent, und dem Kunden, dem Straßenverkehr sowie dem Stress und
der Hektik die heute überall herrscht!
Für diese ganze Thematik gibt es niemanden, weder in der Politik, noch
auf einer anderen Ebene, die sich dafür interessieren, das es Menschen
sind, die den Beruf des Fernfahrer’s ausüben!
Die Jahre ziehen so ins Land und in fast allen anderen Berufen
fanden/finden im Laufe der Zeit, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
statt. Arbeitszeiten werden kürzer und der Lohn steigt gering aber
kontinuierlich!
Was tut sich in dieser Richtung für die vielen Fern- und LKW-Fahrer in
Deutschland und der ganzen Europäischen Union?
NICHTS !!!
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Die nationalen Regierungen und selbst das Europäische Parlament
empfinden doch nur zu offensichtlich nicht das geringste Interesse
daran, wirklich etwas zur Verbesserung der Arbeits- und
Lebensbedingungen der Fahrer in die Wege zu leiten!
Und das ist doch schon irgendwie seltsam: OHNE UNS würde doch in allen
Ländern binnen kürzester Zeit das öffentliche Leben und die Versorgung
komplett zusammenbrechen. Und wir sind doch auch nicht wirklich eine
Minderheit: allein in Deutschland gibt es wenigstens 250.000
Fernfahrer und dann nochmal weit über 2 Millionen weitere LKW-Fahrer!
Aber: wie sehen die Konditionen für uns aus? Für die meisten von uns
hat es in den letzten zehn Jahren praktisch kaum/keine Lohnerhöhungen
gegeben. Die zu erbringenden täglichen und wöchentlichen
Arbeitsleistungen werden tatsächlich aber immer höher. Die meisten
erhalten einen lächerlichen Pauschallohn – würde man den auf
Stundenlohn umrechnen, käme heraus, dass z.B. Putzfrauen (nichts gegen
diesen Job) offensichtlich deutlich besser verdienen…
Und wie sieht es mit Urlaubsanspruch aus für die üblichen weit über 60
Arbeitsstunden pro Woche? Jemand, der 42 Jahre alt ist, hat gerade mal
Anspruch auf lächerliche 28 Urlaubstage pro Jahr. Eine Bürokraft mit
Anfang oder Mitte 20 hat da schon oft einen Anspruch auf 30
Urlaubstage. Aber, für noch nicht einmal 40 Arbeitsstunden pro
Woche!!!
13. Gehalt und ordentliches Urlaubsgeld?
Das kennen die meisten Kollegen nur vom „Hören-Sagen“!!!
Und wann dürfen wir in Rente gehen in Deutschland – erst mit 65
Jahren! Wenn man sich vorstellt, dass ein Fernfahrer, der 40 Jahre
gefahren ist (wenn er das gesundheitlich überhaupt ausgehalten hat!),
in dieser Zeit aber hinsichtlich seiner tatsächlichen Arbeitsleistung
eigentlich 60 Jahre gearbeitet hat (wenn man die rund 40 Stunden pro
Woche eines normalen Arbeitnehmers in Betracht zieht), dann ist das
ein Riesenskandal.
Und weil er ein Leben lang vom Fuhrunternehmer lausig bezahlt worden
ist und die lieben Spesen einen erheblichen Teil des Netto-Einkommens
dargestellt haben, erhält er noch nicht einmal eine ordentliche Rente
nach dieser gigantischen Lebens-Arbeitsleistung!
Skrupellose Fuhrunternehmer können schalten und walten wie sie wollen!
Ausbaden müssen es immer nur wir Fahrer! Zum Dank haben wir ja in der
Öffentlichkeit und in den Medien auch noch ein mieses Image…
Verbesserungen sind absolut nicht in Sicht! Keine der Regierungen in
Europa interessiert sich für diese zum Himmel schreiende
Ungerechtigkeit und Problematik!
Auf den nachfolgenden Seiten haben wir (Fahrer- & Arbeitskollegen)
einen Katalog erstellt, der als Gedankenanstoß und Leitfaden dienen
könnte, um eine vernünftige Verkehrspolitik in Europa auf den Weg zu
bringen. Warum, kann die Politik nicht mal Vorschläge von der
„Strasse“ annehmen und Vorschläge aus der Praxis übernehmen?
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FORDERUNGSKATALOG UND VORSCHLAGSLISTE
1. Arbeit der Fernfahrer
(auch LKW-Fahrer im Allgemeinen!)
BEZAHLUNG
Wann wird es endlich mal Standard, dass LKW-Fahrer wirklich anständig
und vor allem angemessen bezahlt werden?!
Es kann nicht angehen, dass nach meiner Schätzung über 90% der Fahrer
mit einem, meist dazu noch niedrigen Pauschallohn, abgespeist werden!
Beliebte Argumentation vieler Fuhrunternehmer dazu: „Da zahlst Du
weniger Steuern! Und das richtige Geld verdienst Du bei mir doch über
die steuerfreien Spesen!“
Das ist Humbug, unsozial und hat etwas mit Dummenfang zu tun! Wie
sieht es denn unter solchen Entlohnungsverhältnissen aus, wenn der
Fahrer im Urlaub oder krank ist?! Oder viel später im Hinblick auf die
Rente?! Recht schlecht – für den Fahrer!!!
Der Pauschallohn muss weg! Und ein ordentlicher Stundenlohn dafür her!
Selbst wer das „Glück“ hat, dass ihn seine Firma nach Tarif bezahlt,
muss mit wirklich lächerlichen und eben nicht angemessenen rund 9 Euro
Bruttolohn nach Hause gehen! Und das für eine Arbeit und einen Job,
der tagtäglich allerhöchste Verantwortung mit sich bringt!!!
Pauschallohn dient ausschließlich den Interessen von Fuhrunternehmern!
Da ist es den Herrschaften nämlich reichlich egal, wie lange ein
Fahrer unterwegs ist oder wie lange er irgendwo mal wieder warten
muss!
Durchschnittliche Arbeitnehmer müssen nur etwa 38 bis 40 Stunden pro
Woche arbeiten. Das sollte von vorneherein (Mitgliedschaft in einer
Gewerkschaft hin oder her!) als gesetzliche Ausgangsbasis für alle
Fahrer gelten. Was dann mehr als diese Stunden abgeleistet wird (wir
sprechen hier im Fernverkehr etwa von 60 bis 80 Stunden Arbeit pro
Woche!) muss definitiv als Überstunden bezahlt werden.
Überstundenbezahlung kennt man bisher in der Branche praktisch
überhaupt nicht!!!
Das ist ungerecht und unsozial! Würde sich der Staat hier ordentlich
engagieren und entsprechende Verordnungen erlassen, würde sich das
doch logischerweise auch positiv auf die steuerliche Einnahmesituation
auswirken! Auch die Verbraucher sollten sich halt daran gewöhnen
müssen, dass dadurch das Preisniveau in den Läden etwas steigen würde!
Bei der Automobilindustrie werden im Verhältnis z.B. wahre
Spitzenlöhne an die Arbeiter gezahlt (warum auch nicht?!) - und vor
allem auch dadurch haben deutsche Fahrzeuge einen international
gesehen relativ hohen Preis! Das ist doch tatsächlich zwischenzeitlich
auch so schon lange akzeptiert und regt niemanden auf! Nur bei
LKW-Fahrern scheint es seit Jahrzehnte zuviel verlangt, dass sie für
ihre viele, verantwortungsvolle und letztendlich unentbehrliche Arbeit
anständig bezahlt werden! Das ist skandalös! Seite 4
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Und die Fuhrunternehmerschaft braucht hier auch gar nicht zu jammern
anfangen! Die letzten Jahrzehnte – auch da, wo wirklich noch leicht
gutes Geld für die Chefs zu verdienen war – gab es doch auch schon
immer vorgeschriebene Gründe, warum das Lohnniveau nicht der
allgemeinen Preisentwicklung angepasst wurde! In Deutschland liefern
sich doch außerdem die Fuhrunternehmer selbst seit Jahren einen
mörderischen Preiskrieg! Mit der Folge, dass mittelfristig die
kleineren Unternehmen vom Markt verschwinden und die großen
Fuhrunternehmen sich weiter ausbreiten können!
Der Politik ist hier auch eindeutig vorzuwerfen, dass sie die
deutschen Fuhrunternehmer alles andere als ausreichend dem
europäischen Markt im Rahmen der EU ausgeliefert hat! Kein Wunder,
dass hier inzwischen so viele ausländische Fuhrunternehmen sich breit
machen…
WEIHNACHTSGELD + URLAUBSGELD
Die meisten LKW-Fahrer kennen das Wort „Weihnachtsgeld“ nur vom
Hörensagen! Was in vielen Berufen eine Selbstverständlichkeit ist –
das so genannte 13.Gehalt – wird im Fuhrgewerbe so gut wie nie
bezahlt. Von der Wahrscheinlichkeit her fällt eher Ostern auf
Weihnachten als dass man ein 13. Monatsgehalt bekäme!
Auch das Urlaubsgeld ist als eher nur marginal anzusehen: wenn man
überhaupt eines bekommt, dann bewegt sich das (brutto!) mal eben bei
rund 15 Euro!
Auch hier halte ich die Forderung für angebracht, dass hier
entsprechend nachgebessert wird – und zwar für alle Fahrer! Hier wird
man trotz erbrachter hoher Arbeitsleistungen ganz eindeutig behandelt
wie 2.Wahl! Ein Beispiel mehr, wie unsozial Fuhrunternehmer mit ihren
Fahrern umgehen!
URLAUB
Angesichts der Unmengen von Arbeitsstunden, die ein Fernfahrer während
eines Jahres ableistet (mindestens 50% bis teilweise über 100% über
den sonst üblichen 38 bis 40 pro Woche anderer Arbeitnehmer!), ist es
mehr als ein schlechter Witz, dass beispielsweise einem 42-jährigen
mit 17 Jahren Berufspraxis (= meine Wenigkeit!) eben mal lausige 28
Tage bezahlter Jahresurlaub zustehen! Für wesentlich angemessener
halte ich hier, dass die bisher üblichen Sätze um wenigstens 50%
angehoben werden! Die meisten Fahrer im Fernverkehr haben ohnehin nur
knappe Wochenende für sich und ihre Familie zur Verfügung. Da ist es
mehr als recht und billig, dass hier beim Urlaub endlich ein fairer
Ausgleich geschaffen wird!
RENTE
Hier werden Fern- und LKW-Fahrer ganz offensichtlich genau so deutlich
benachteiligt und diskriminiert wie bei der geltenden Urlaubsregelung!
Wenn einer aus unserem Gewerbe nach 40 Jahren in Rente geht, hat er in
diesen 40 Jahren soviel Arbeitsleistung erbracht wie 1,5 oder sogar 2
Arbeitnehmer aus den meisten anderen Berufen! Also basierend auf sonst
üblichen abgeleisteten wöchentlichen Arbeitsstunden ergibt sich hier
gewissermaßen eine Lebens-Arbeitsleistung von sagenhaften 60 bis 80
Jahren! Ganz zu schweigen, was so ein Fahrer nach soviel erbrachter
Arbeitsleistung und durchweg schlechter Bezahlung dann überhaupt als
Rente erhält!!!
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Das ist sozial höchst ungerecht!!!
Meine Forderung ist also dahingehend, dass Fahrer, die entsprechend
lange Berufsausübung nachweisen können, deutlich früher in Rente gehen
können. Frankreich ist uns hier schon um einiges voraus: da konnten
die Fahrer einen wesentlich früheren Rentenbeginn durchdrücken!
SPESEN
Realitätsnahe Anhebung der Spesen für das Fahrpersonal von LKWs:
- bei Abwesenheit von mind. 8 Stunden: von 6 Euro auf 12 Euro
- bei Abwesenheit von mind. 14 Stunden: von 12 Euro auf mind. 18 Euro
- bei Abwesenheit von mind. 24 Stunden: von 24 Euro auf mind. 36 Euro
Bei den heutigen Preisen für die Verköstigung und Verpflegung
unterwegs sind die aktuellen Sätze fern der Realität und der
tatsächlich verlangten Preise!
Von einer deutlich verbesserten Kaufkraft der Fahrer in diesem Bereich
profitieren alle Einrichtungen, die mit dem Verkauf von Brotzeiten und
Mahlzeiten oder Nahrungsmitteln zu tun haben!
FAHRERHÄUSER
Von gesetzlicher Seite müsste der Spielraum für die Gestaltung und
insbesondere Größe der Fahrerhäuser noch ausgeweitet werden, damit der
Arbeits- und auch Lebenskomfort in der Kabine vor allem für die Fahrer
auf Langstrecke wächst.
VERLADER UND ABSENDER
Müssen noch wesentlich mehr in die Pflicht genommen werden.
Drakonische Strafen sollten hier angedroht werden, wenn man einem zu
beladenden LKW zumutet, zulässige Gesamtgewichtsbeschränkungen zu
überschreiten.
Dasselbe sollte auch gelten, wenn von Versenderseite nicht dafür
gesorgt wird, dass die zu verladende Ware ordentlich gesichert werden
kann (z.B. denkbar, wenn chaotisch und ohne nachzudenken die Ware
aufgeladen wird).
2. Arbeitsumfeld der Fernfahrer
(Straßen, Parkplätze, Raststätten, etc. - vor allem der Bereich
Verkehr)
AUTOBAHNÄHNLICHE SCHNELLSTRASSEN
Hier gibt es immer wieder welche, die zwar alle dafür notwendigen
Merkmale haben, die aus verschiedenen örtlichen Gründen heraus aber
nicht eine Klassifizierung und offizielle Beschilderung als eben
"Kraftverkehrsstraßen" erhielten.
Das geht ja soweit durchaus in Ordnung!
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Tatsache ist hier aber immer wieder, dass insbesondere ortsfremde
LKW-Fahrer auf den guten Ausbau so einer Strecke hereinfallen und der
Meinung sind, sich auf einer Kraftverkehrsstraße zu befinden - und
aber übersehen haben, dass gar nicht das entsprechende blaue Schild
angebracht war.
Genau dies wird dann aber von manchen Polizeidienststellen ausgenützt
und man legt sich auf die Lauer, um dann die (unwissentlich!)
wesentlich zu schnellen LKW-Fahrer herauszuholen. Das ist dann nicht
selten mit hohen Geldstrafen und Flensburg-Punkten verbunden.
Das ist so nicht korrekt!
Fairerweise sollten diese wenigen Strecken mit entsprechenden
Hinweisschildern versehen sein, die die Fahrer schwerer LKWs deutlich
darauf hinweisen, dass sie nur mit Tempo 60 auf dieser
autobahn-ähnlichen Strecke fahren dürfen.
Das Übersehen dieser Tatsache kann auch zu wirklich katastrophalen
Unfällen führen:
Denn wenn es sich hier nicht um eine offizielle Kraftverkehrsstraße
handelt, dürfen da in aller Regel auch etwa Traktoren fahren, die
bekanntermaßen ja nicht nur sehr langsam sind, sondern die auch häufig
eine schlechte Beleuchtung in der Nacht aufweisen. Man stelle sich
also vor, dass so ein LKW, dessen Fahrer irrtümlich mit knapp Tempo 90
unterwegs ist (statt den tatsächlich vorgeschriebenen 60 km/h!) und
nun von hinten auf einen schlecht zu sehenden langsamen Traktor
auffährt!
Im echten Interesse von Verkehrssicherheit sollte also keine falsche
Sparsamkeit oder etwa reine Abkassier-Mentalität vorherrschen, sondern
man sollte hier deutliche Zusatzschilder aufstellen!
AUTOBAHNEN
- Raststätten und Tankstellen:
1. Im Bereich schon deutlich vor der Abfahrt dazu erweiterte
Hinweistafeln mit Infos über:
- Gesellschaft, die die Tankstelle betreibt (Marke)
- akzeptierte Kredit-, Tank- und Flottenkarten (z.B. DKV, UTA, etc.)
- ob Autobahngebühr gekauft werden kann
- ob Bank-Geldautomat ("Bancomat") vorhanden
2. Deutlich vergrößerte und vor allem auch übersichtliche Flächen für
Parkplätze, insbesondere für LKWs
3. Im Vorfeld der Anlage, bzw. im Einfahrtbereich eine große
Übersichtstafel, wie das Gelände aufgeteilt ist und wo die Fahrer was
finden (insbesondere Lage und Größe der Parkplätze, die ja vor allem
nachts nicht immer leicht ersichtlich ist!)
4. Im Ausfahrtbereich der Anlage eine klipp und klar durch
Verkehrszeichen geregelte Ausfahrtregelung für die jeweiligen
einmündenden Straßen aus den verschiedenen Zonen
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5. Zum allgemeinen Schutz und insbesondere aus Lärmschutzgründen
Schaffung geeigneter Erdwälle oder Lärmschutzelemente zur Fahrbahn hin
6. Weniger Grünflächen und schöne Optik - dafür mehr Funktionalität
und Übersichtlichkeit
7. Strenge Temporegeln für den Anlagenbereich, ggf. Einbau und
Anbringung geeigneter und gekennzeichneter kleiner Schwellen oder
ähnliches
8. Schaffung von größeren Sanitärbereichen mit vor allem mehr
Duschgelegenheiten
9. Ausrichtung der LKW-Standplätze so, dass Fahrerhaus abgewandt zur
Autobahn steht
10. Schon im Einfahrtbereich strenge Limitierung und Herabsetzung der
Geschwindigkeit
- Parkplätze an der Strecke:
1. Bau und Ausbau von wesentlich mehr und vor allem größeren
Parkplätzen in allgemein wesentlich kürzeren Abständen
2. Errichtung und Ausbau vorhandener Parkplätze dahin gehend, dass
grundsätzlich zumindestens ein Lärmschutzwall zur Fahrbahn vorhanden
ist
3. Insbesondere LKW-Standplätze sollten so gehalten sein, dass die
Fahrerhäuser von der Fahrbahn abgewandt stehen
4. Nächtliche Beleuchtung sämtlicher Parkplätze (= erhöhte
Sicherheit!)
5. Ausstattung sämtlicher Parkplätze mit einem Minimum an sanitären
Anlagen und auch wenigstens einer Telefonzelle
6. Auch auf diesen größeren Parkplätzen für den Ausfahrtbereich eine
durch Verkehrszeichen geregelte klare Vorfahrtregelung
7. Zulassung von Imbissbuden auf größeren Autobahnparkplätzen
- Auf Strecke:
1. Zwischen den Anschlussstellen im Mittelstreifen Hinweistafeln in
regelmäßigen Abständen, wie weit jeweils die nächste Anschlussstelle,
Tankstelle und Raststätte, bzw. ein Parkplatz entfernt ist
2. Wesentlich mehr Parkplätze in kürzeren Abständen (Ausstattung siehe
Punkt zuvor!)
3. Bei sämtlichen Brücken Angabe der tatsächlichen Durchfahrtshöhe
4. Deutliche Rücknahme und Einschränkung der inzwischen häufigen
LKW-Überholverbote: Wenn es auf Streckenabschnitten schon unumgänglich
scheint, dass man so etwas macht,
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dann sollten diese Überholverbote auf die Zeiten des Berufsverkehrs
oder erfahrungsgemäß erhöhten Verkehrsaufkommens beschränkt sein. Vor
allem Überholverbote rund um die Uhr
oder mehr als die Hälfte des Tages sind eine wirkliche Zumutung! Etwa
in Belgien und den Niederlanden ist das auf Autobahnen viel
vernünftiger und fairer gelöst.
- Ausschilderung der Umleitungen von der Autobahn von einer
Anschlussstelle zur nächsten:
- Ergänzung der blauen Hinweisschilder um folgende Angaben: Name der
nächsten Anschlussstelle und jeweilige Entfernung zu dieser.
- Autobahnbaustellen:
1. Müssen generell schneller abgewickelt werden
2. Sollten, was die Streckenlänge angeht, eher in kürzere Abschnitte
aufgeteilt werden, die dann auch zügiger fertig zu stellen wären
3. Wesentlich mehr Einplanung von Nachtbaustellen
4. Mehr Geschwindigkeitsüberwachung in Baustellen
5. Die zu Beginn einer Baustelle aufgestellten grellen Warnleuchten
sollten tunlichst nicht in Augenhöhe der LKW-Fahrer ihr stark
blendendes Blinklicht ausstrahlen – was aber in der Realität leider
häufig der Fall ist. Hier müsste eine noch sicherere technische Lösung
gefunden werden.
BUNDESSTRASSEN
Wenn man eine Strasse schon als „Bundesstrasse“ ausweist, dann sollte
diese bitteschön auch die dafür üblichen Kriterien erfüllen:
1. Breite der Fahrspur in jede Richtung: wenigstens 3 Meter.
2. Lichte Durchfahrtshöhe in Unterführungen: wenigstens 4 Meter.
Diese Minimalanforderungen werden leider nicht überall erfüllt!
PARKPLÄTZE AN BUNDES- UND LANDSTRASSEN
Auch hier gibt es noch viel zu wenige Möglichkeiten, dass man
unterwegs mal mit dem LKW stehen bleiben kann. Es müssten noch
wesentlich mehr Parkplätze geschaffen werden, für deren Ausstattung
ähnliche und gleich hohe Anforderungen bei den Ausstattungsmerkmalen
gelten sollten wie auf den Autobahnen (siehe entsprechenden Punkt
zuvor!).
BUSHALTESTELLEN
Es ist ja zu begrüßen, dass insbesondere zum Schutz von Kindern und
älteren Personen so manche Bushaltestelle so gekennzeichnet wurde,
dass, solange der Bus mit eingeschaltetem Warnblinker dort steht, nur
höchstens mit Schrittgeschwindigkeit überholt werden darf – und das
auch auf der Gegenseite. Seite 9
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Nur wäre es hier wesentlich sicherer und konsequenter, wenn im Bereich
vor diesen speziellen Bushaltestellen aus beiden Fahrtrichtungen hier
wirklich große Hinweisschilder dafür angebracht würden. Denn die
jetzige eher kleine Markierung am Bushalteschild ist eher unauffällig
– hinzu kommt noch, dass sich manche Busfahrer auch nicht an die neuen
Spielregeln halten und sogar an Haltestellen, die nicht für diese
besondere Sicherheitsmaßnahme vorgesehen sind, den Warnblinker
einschalten und so durchaus auch bei anderen Fahrern eine
Verkehrsgefährdung heraufbeschwören können.
KREISVERKEHRE
Es ist ja schön, dass sich, wie das etwa in Großbritannien schon lange
der Fall ist, sich hier ganz enorm die Anzahl der Kreisverkehre erhöht
hat. Trotzdem halte ich hier auch folgende Forderungen, auch im
Interesse der Verkehrssicherheit, für relevant:
1. Die Mitte der Kreisverkehre sollte nur leicht erhöht sein. Bei
relativ hoher Ausführung, wo es noch nicht einmal vom LKW-Fahrerhaus
her möglich ist, auf die gegenüberliegende Seite mit dort einmündenden
Strassen zu blicken, besteht die erhebliche Gefahr, dass innerhalb des
Kreisverkehrs um die Kurve rasende Fahrzeuge nicht rechtzeitig erkannt
werden und es zu Kollisionen kommen kann. Ein LKW kann eben nicht so
schnell in und durch den Kreisverkehr fahren wie etwa ein Pkw. Und es
ist zunehmend zu beobachten, dass Fahrer, die sich für besonders
„sportlich“ halten, in Kreisverkehren um die Runde heizen.
2. Bei der Planung von Kreisverkehren sollte auch immer eine
vernünftige Größe geplant werden, damit auch große und vor allem lange
LKWs reifen- und anlagenschonend diesen passieren können.
VERKEHRSÜBERWACHUNG
Die bisher praktizierte Häufigkeit von Radar- und Abstandskontrollen
ist ganz offensichtlich noch nicht ausreichend! Angesichts des vor
allem auf der Autobahn vorherrschenden, rücksichtslosen Fahrstils
vieler Verkehrsteilnehmer sollte hier unbedingt nachgebessert werden.
Bei bestimmten Delikten dürften durchaus auch die Strafen höher und
härter ausfallen!
Fairerweise sollten stationäre Überwachungseinrichtungen vorwiegend
aber nur an wirklich unfallträchtigen Stellen stehen – und nicht nur
da, wo man sich besonders reichen „Umsatz“ erhofft!
ZULÄSSIGE LKW-HÖCHSTGESCHWINDIGKEITEN
Die geltenden Regelungen scheinen noch aus den 30er Jahren des letzten
Jahrhunderts zu stammen und dem seinerzeit zur Verfügung stehendem
technischen Standard der Fahrzeuge!
Im Sinne eines flüssigeren und damit auch wesentlich sicheren
Verkehrsflusses (weil viele von Autofahrern praktizierte leichtsinnige
und daher gefährliche Überholmanöver entfallen würden auf Bundes- und
Landstraßen!) eine Heraufsetzung der offiziellen Höchstgeschwindigkeit
für LKWs über 7,5 to zulässiges Gesamtgewicht von Tempo 60 auf Tempo
80 auf Bundes- und Landstraßen. Schon heute sind 70 km/h hier die
Realität und das wird weitestgehend auch so von den
Überwachungsbehörden toleriert. Seite 10
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Auf Autobahnen sollte auch ganz offiziell auf eine zulässige
Höchstgeschwindigkeit von Tempo 90 für LKWs umgestellt werden. Dieses
Tempo wird ja auch tatsächlich von den meisten der ohnehin schon
abgeregelten LKWs erreicht und seit der Einführung der Tempobegrenzer
auch akzeptiert durch die Polizei. Genauso sollte dies für die
offiziellen Kraftverkehrsstraßen gelten.
3. SONSTIGES
STÄDTE UND GEMEINDEN
1. An jeder großen Einfallstraße ein großer Parkplatz, der gerne auch
nachts beleuchtet sein darf, mit aktuellem (!) und wirklich
übersichtlichem Stadtplan und Telefonzelle.
2. Besondere Ausschilderung von allen jeweiligen Industriegebieten.
3. Am Beginn dieser Industriegebiete ebenfalls ein großer, aktueller
Übersichtsplan und vor allem eine Haltemöglichkeit für LKWs.
4. Generell sollten in Industriegebieten auch genügend
Parkmöglichkeiten für LKWs angeboten werden.
5. Bei Umleitungen für den Schwerlastverkehr wegen niedriger
Durchfahrtshöhen oder geringer zulässiger Tonnage von Brücken müssen
die betreffenden Schilder deutlich sichtbar und an allen wichtigen
Abzweigungen angebracht sein - und zwar so lange, bis die Umleitung
beendet ist.
6. Überprüfung der allgemeinen Durchfahrts-Beschilderungen aus Sicht
von Ortsfremden - es ist nämlich traurige Realität, dass diese nicht
immer konsequent durchgängig vorhanden ist und so Auswärtige unter
Umständen zu unnötigen Suchfahrten genötigt sind.
Vorläufiges ENDE
Eine Empfehlung Ihrerseits, mich an die Gewerkschaften oder
berufsbezogene Verbände zu wenden, wäre überflüssig, da diese
Organisationen nur noch für Ihre eigenen Arbeitsplätze und Geldbörsen
kämpfen und somit für andere Probleme kein offenes Ohr mehr haben.
In der Hoffnung auf eine Antwort, die sich mit diesem Thema ernsthaft
auseinandersetzt so das auch in der Praxis endlich einmal etwas
Positives ankommt, verbleibe ich
Hochachtungsvoll
Manfred von Dorscewsky
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