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Auch noch passend zum Thema
Lesen Sie bitte auch meine Artikel zu folgenden Schwerpunkten aus dem Bereich "LKW-Fahrerjob":
Wird oft im Netz vergeblich gesucht - aber es gibt doch eine Übersicht und Bezugsquelle für sämtliche Tarifverträge für das Transport- und Fuhrgewerbe in Deutschland - der Link dazu (extern): http://www.personalraete.de/files-tv-spedition.pdf. Aber: für jeden Tarifvertrag sind an den Betreiber im Voraus z.Z. 4,- Euro zu entrichten. Zusendung erfolgt dann per E-Mail. |
Stellenangebote und Bewerbung Seite 3 von 3 (zu Seite 1 / Seite 2) Zum Besten geben möchte ich noch ein drastisches Vorstellungsgespräch aus dem Januar 2002, als ich auf Anweisung des Arbeitsamtes eine bestimmte Firma im Raum Augsburg zwecks Vorstellungsgesprächs kontaktieren musste. Ich rief bei der vorgeschlagenen Firma, einem ganz kleinen Fuhrunternehmen, an und vereinbarte einen Termin für das Vorstellungsgespräch. Dieses sollte dann auf dem Gelände eines Augsburger Gewerbehofes stattfinden, wo der Unternehmer seine Werkstatt hatte. An dem Termin stellte sich schon mal heraus, dass es mit der so genannten Werkstatt nicht weit her war – vielmehr handelte es sich um eine heruntergekommene kleine Halle, in die vielleicht gerade mal ein LKW passte. Und das Büro war in einem alten ausrangierten Bauwagen untergebracht. Der Unternehmer stellte sich als eine Person heraus, die man in Bayern als „guat beinanda“ bezeichnen würde – zugute halten will ich ihm, dass er mir immerhin sogar einen Kaffee anbot. Ich präsentierte ihm also meinen Lebenslauf, was bei ihm schon einiges Erstaunen hervorrief. Das ist nämlich nicht eben üblich – genauso wenig wie Arbeitszeugnisse. Weder werden sie ausgestellt – noch wird danach gefragt! Mein Job bei ihm wäre es gewesen, einen Kipper-Hängerzug zu fahren. Zwar im Nahverkehr, aber doch mit täglichen Kilometerleistungen im Bereich von bis zu über 600 km. Vorwiegend schien es um den Transport von Baustellenaushub zu gehen, der im Akkord gefahren werden sollte. Der Mann war erstaunlicherweise ein Fall von seltener Offenheit gegenüber einem Bewerber: ohne Umschweife gab er sofort zu, dass es in seiner Firma ganz normal sei, mit wenigstens 10 % Überladung unterwegs zu sein – und Gesamtgewichte von 50 bis 60 Tonnen wären auch keine Seltenheit! Anmerkung: ab einem Gesamtgewicht von 42 Tonnen (= „nur“ 5 % Überladung) ist man in Flensburg schon mit wenigstens einem Punkt dabei! Auf meine Einwendung, dass man dann durch ungünstige Umstände schon recht bald seinen Führerschein loswürde, lachte er nur und gab zu, deshalb schon selbst mal seinen Schein für eine Weile verloren zu haben. Und er sei nur deswegen so offen, weil er jemanden suche, der diesen „Kick“ auch bräuchte und der sich da keine Gedanken machen würde! Überdies erwarte er, dass man grundsätzlich so schnell wie möglich fahre – also auch auf Landstraßen Tempo 90 und nicht, wie vorgeschrieben, Tempo 60. Sonst sei wegen der Akkordfahrerei nichts verdient. Wegen meiner Ausführungen zu dieser Thematik gab er mir gleich zu verstehen, dass ich sicher nicht der geeignete Mann für ihn sei – ich wäre zu brav und würde mir viel zuviel Gedanken machen! So musste ich mir also tatsächlich keine Gedanken machen. Ab 2002 gilt ja eine neue Regelung bei der Arbeitsvermittlung durch das Arbeitsamt und so erhielt ich kurz darauf noch eine Einladung des Arbeitsamtes zu einem Vermittler, um mit ihm das zuvor erwähnte Vorstellungsgespräch zu diskutieren. Ich erzählte ihm in aller Deutlichkeit von der Katastrophenfirma, die mir das Arbeitsamt da vermitteln wollte und gab meiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass ausgerechnet eine Behörde so etwas Dubioses vermittelt. Der Vermittler lachte nur und erzählte mir, dass er diesen Unternehmer auch selbst aufgesucht hatte und erstaunt gewesen war, dass die Firmenadresse selbst nur eine Wohnung in einem reinen Wohngebiet war. In dem Wohnzimmer dort habe es wüst ausgesehen und der halbe Raum sei mit Schmutzwäsche voll gewesen. Man habe ihm ein Bier angeboten und erzählt, dass sich hier der Chef und seine Fahrer nach Feierabend noch auf mehrere Flaschen Bier (!) zusammensetzen würden. Das habe dem Vermittler selbst so einiges zu denken gegeben. Übrigens habe der vorgeschlagene Unternehmer sogar schon wieder einen willfährigen Fahrer gefunden… Seite 3 von 3 (zu Seite 1 / Seite 2) |