Fahrer berichten aus ihrem Alltag
Der Verfasser dieses Artikels ist dem Müllerman bekannt - die Geschichte wird auf Wunsch anonym veröffentlicht!
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VERÖFFENTLICHT AM 3.2.2003 |
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Eine typische Fahrer-Geschichte:
Wie mit miesen Tricks versucht wird, einen Fahrer loszuwerden
Ich musste damals LKW fahren, da sie meine Stelle im Büro abgebaut hatten. Meine Firma hat mir den Lkw-Schein spendiert - da war ich damals echt froh. LKW fahren war schon immer mein Traum gewesen: je größer, desto besser!! Ich fahre jetzt Spezialtransporte. Mein Lastzug hat mit manchen überlangen Ladungen sogar eine Länge von 25,80 m.
Aber der Job ist mir auch öde geworden – es ist immer dasselbe! Mit meinem Chef konnte ich noch nie gut! Bis ich zuletzt die Schnauze voll hatte mit seinem Mobbing. Ich bin vor Gericht gegangen, weil ich eine Abmahnung bekommen hatte wegen angeblicher Arbeitsverweigerung. Ich hatte über den Betriebsrat eine Anzeige gestellt, wobei ich um ein Gespräch bat - mit dem Chef, dem Personalchef und dem Betriebsrat. Damit publik wird, was er mit uns veranstaltet. Endresultat: Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung. Obwohl nichts bewiesen werden konnte, da ich mit dem Chef alleine war, habe ich sie bekommen. Ich bin vor Gericht gegangen damit sie aus meinen Akten raus kommt.
Nur wenige Wochen später: der Chef hatte behauptet ich hätte meine Stechkarte, bevor ich mich umgezogen habe, gezogen! Ist nicht wahr gewesen! Warum soll ich mir Steine in den Weg rollen, wenn ich weiß, dass er mich auf dem Kieker hat! Eine Kontrolle der Personalabteilung hat eine Kommzeit-Differenz zwischen mir und meinem Chef festgestellt - und zwar eine halbe Minute!!! (Das Schwein hat sich im Treppenhaus eine Etage höher versteckt und auf mich gewartet, um mir ein Ding zu drehen).
Daraufhin haben sie mich gekündigt wegen angeblichem Betrug. Ich habe Klage eingereicht! Nicht wegen einer Wiedereinstellung – nein, wegen einer Abfindung und wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz. Mein Chef hat sich an meinen Dateninformationen des Zeiterfassungsterminals bereichert - ohne mich und den Datenschutzbeauftragten zu informieren und die Genehmigung zu holen.
Nach einem halben Jahr war ich mit allen gerichtlichen Angelegenheiten durch. Ich habe gewonnen und habe meine Abfindung bekommen! Eine Wiedereinstellung möchte ich nicht, da das Arbeitsverhältnis zwischen meinem Chef (er ist nur ein Abteilungsleiter - denkt aber, er ist Napoleon) so zerstört ist, das es keinen Zweck hat, mit so einem Mensch zu arbeiten.
[ÜBERSICHT: FAHRER BERICHTEN AUS IHREM ALLTAG:
1. Leichtfertiger Umgang von Fuhrunternehmern mit Gefahrgut 2. Eine kleine Geschichte aus Österreich 3. Miese und typische Kündigungstricks, um einen Fahrer loszuwerden 4. Bei den Busfahrern sieht´s leider auch nicht besser aus... 7. (Wurde auf eigenen Wunsch gelöscht!) 8. "Süchtig nach LKWs!!!" (Geschichte der Fernfahrerin Pia)
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