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Statements anderer betroffener Fahrerfrauen & Familien...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier können sich alle Fahrerfrauen austauschen

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DAS Fahrerfrauen-Forum


Der Lesetipp zum Thema: Birgit´s Report - Probleme einer Fernfahrerehe


8. November 2002 / Roswitha, selbständig, aus Bayern schrieb:

Lieber Brummifahrer!
War sechs Jahre mit einem LKW Fahrer zusammen. Ich weiss wie hart dieser Job ist.
Wenn er heim kam und sich setzte ,dann schlief er sofort ein ohne waschen ,ohne essen.Habe ihn dann weiterschlafen lassen,weil ich ihn nicht mehr wach bekam.
Ich war einmal dabei,das reichte mir.Musste zusehen wie er immer am einnicken war.Ich hatte todesangst.Ich war immer glücklich,wenn er lebend heim kam.Was ich alles mit ihm und den verschiedenen Firmen,für die er arbeitete erlebt habe,darüber könnte ich selbst auch ein Buch schreiben.
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben und nimm bitte kein Blatt vor den Mund.Denn die Wahrheit ist lebenswichtig.

Liebe Grüsse Roswitha!


26. März 2003 / Kerstin, Umschülerin, schrieb:

Hallo Leute, hier mal eine Meldung von Mitbetroffener!

Mein Mann ist seit einigen Jahren Fahrer und ich kann euch da nur recht geben.
Kaum Zeit ständig Stress und Ärger, offensichtlich ist man als Fahrer doch nur der doofe der von jedem Lageristen mal eben als Frustablassventil verwendet werden darf.
Ich selber bin Umschülerin zum IT Systemelekroniker und arbeite daher überwiegend mit Männern zusammen, eigentlich gar kein Problem nur wenn ich auf der Autobahn bin und  mir teilweise die Agressionen anhöre die da über Funk verteilt werden kann man echt schon mal angst bekommen.
Aber was mir am meisten gegen den Strich geht , und wofür ich auch durchaus bereit wäre mich aktiv einzusetzen sind Dinge wie Arztbesuche!!!
Wann bitte soll ein Fahrer denn zum Arzt gehen?? Wohl eher am Wochenende zum Notdienst!
Diese Ärzte sind dann auch immer gleich super begeistert wenn ein Fahrer da auftaucht und nur wegen einer Grippe mit hohem Fieber gleich zum Notdienst kommt. "Gehen sie doch damit  zu ihrem Hausarzt" Ha,ha.
Auch die Speisekarte besteht meist aus nem Brot oder mal schnell Pommes oder vielleicht auch noch ne Bratwurst. Kaum Zeit zu essen keine Zeit zum schlafen, Dauerstress, dummes gemaule von Lageristen.
Frage mich nur was wollen wir bloss alle im Laden wenn die Fahrer nicht immer schön alle Läden auffüllen würden.
So jetzt hab ich mich erst mal ausgemeckert. Wünsche allen Fahrern, die noch los müssen eine gute Fahrt.


26. März 2003 / Birgit aus Norderstedt schrieb:

Ich möchte mich heute mal als Ehefrau eines LKW Fahrers zu Wort melden. Ich verfolge diesen Seiten schon seit längerem mit großem Interesse und darf mal feststellen, das ihr wirklich echt arm dran seid und es tut mir so unendlich leid für Euch. Gäbe es doch bloß  eine gute Alternative mit mehr geregelter Arbeitszeit und entsprechendem Entgelt und dazu die bissl mehr Freizeit.
Es gibt doch wirklich nichts Schlimmeres, als das man nach seiner Fahrzeit verzweifelt versucht, einen einigermaßen ruhigen Schlafplatz zu finden, ohne noch kilometerweit fahren zu müssen.
Das Zweite Übel sehe ich darin, nichts Richtiges zwischen die Kiemen zu bekommen. Zum überwiegendem Teil steht nur die Auswahl zwischen MC Donalds,Burger King oder einem Steh-Imbiss mit lauwarmem Essen "welches
kurz in die Mikrowelle geschoben wird und innen noch immer kalt ist" zur Verfügung.
Aber dafür wars ja schön teuer, gell?
Mein Mann ist noch ziemlich neu in dieser Branche und bei der Einstellung sagte man ihm, es könnte schon mal vorkommen, das er mal in die Ferne muß. Dem sprach auch nichts dagegen. Er ist jetzt knapp 6 Monate dabei und war davon bestimmt schon einen Monat zusammengerechnet nur weg.
Morgens um 6.00 Uhr von Zuhause los und Abends um 19.00-20.00 Uhr nach Hause. Ups, der kommt ja heute *staun*.
Der Abend verläuft folgendermaßen: Guten Abend sagen, was gibts zu essen, war irgendwas Besonderes, ich geh mal schnell unter die Dusche.
Diese Sätze fallen alle beim Ausziehen. Dann wird gegessen, und danach kannste zusehen, wie er so langsam mit dem Oberkörper zur Seite kippt, der Kopf nach hinten schlägt und er sich von innen anschaut. Dann haste noch Mühe, ihn ins Bett zu kriegen.
Das hat doch was, oder?
Überstunden sind selbstverständlich an der Tagesordnung und 30 Überstunden waren im Grundlohn enthalten. Ich betone "waren".
Dieses Übel ist beseitigt aber nur, weil mein mann sich gerade gemacht hat und vor Konsequenzen keinen Bammel hat. Es wäre ihm sowieso egal gewesen.
Dafür wurde sein vorher schon geringes Grundgehalt natürlich gesenkt.
Nun bekommt er dafür ab der 1. Überstunde bezahlt.
Natürlich erhält er nicht die vollen Spesen die Ihm zustehen, wäre ja auch noch schöner.
Montags losfahren und ich kann garantieren, spätestens Dienstag so gegen 15.00 Uhr ruft er mich auf der Arbeit an und berichtet, das er wieder mal nicht nach Hause kommt. Ich brauche also kein Essen machen. Habe allerdings schon am Vortag eingekauft....friere es ein, hole es am darauffolgenden Morgen wieder raus. Erhalte an diesem Tag wieder einen Anruf und so zieht es sich meist die Woche durch.
Spätestens am Donnerstag kann ich die Lebensmittel wegwerfen, weil sie an Gefrierbrand verdorben sind.
So kann man natürlich auch zu was kommen.
Ooooooooh, diese Firma !!!!
Die Telefongespräche, das er nicht nach Hause kommt, führen demnächst übrigens wohl auch zu einer Abmahnung (Privatgespräch auf Firmenhandy). Das ich nicht lache.
Auf den Tag freue ich mich jetzt schon ....*Hände schon mal reib*
Da ich auch so langsam in diese Firma mit integriert werde, z.b. meinen Mann abholen, da er sonst manches Mal erst um 23.00 Uhr nach Hause kommen würde, nimmt er den direkten Weg mit LKW nach Hause und stellt den Truck bei uns im nächsten Industriegebiet ab. Damit er nicht noch mehr Freizeit vergoldet. Ich hole ihn dann spät Abends von dort ab und selbstverständlich muß er am nächsten Morgen um 5.00 Uhr auch wieder dort hin. Das heißt für mich, mitten in der Nacht hoch und ihn wieder zum LKW fahren.
Ich bin dann um 5.00 Uhr wieder zu Hause und überlege, ob ich noch ins Bett gehe oder lieber gleich aufbleibe, weil ich sonst bestimmt verschlafen würde. Denn auch ich muß um 7.00 Uhr zur Arbeit.
Als Ehefrau ist man in dieser Firma echt mitten drin. In der Woche mal was zusammen erledigen ist überhaupt
nicht dran zu denken. Um Gottes Willen, was denk ich überhaupt.
Aber eines ist allerdings für euch alle ein Vorteil, aber psssst....*ich flüster euch das mal* ---> ihr braucht
echt keine Privatklamotten mehr.
Die ziehn es euch glatt sonst noch vom Lohn ab.
P.S. Übrigens, das was mein Mann brutto verdient, hab ich netto.

Liebe Grüße

sendet Euch Birgit

und Kopp hoch, Ihr Lieben *smile*


10. Juni 2003 / Birgit aus Norderstedt schrieb:

Mal eine gute Nachricht.
Heute kam mein Mann doch tatsächlich mal rechtzeitig nach Hause.
Es war erst 18.30 Uhr. Hurra, er hat seinem Chef den Scheiß vor die Füsse geschmissen. *grins*
Endlich gibt es jetzt wieder ein Privatleben und alles andere kriegen wir auch hin.
Sollte er doch wieder mal irgendwelche Fresszettel unterschreiben, nach denen er in die Haftung genommen werden kann, wenn irgendwelche Ladung verschwindet.

Trotz allem werden wir Beide diese Seiten weiterhin verfolgen.

Ich wünsche allen Trucker/innen allzeit unfallfreie Fahrt und schlaft bei der Wärme nicht ein ( wenigstens gibts in dieser Jahreszeit für Euch (Jungs) auf der Bahn mal was zu sehen. Ich meine die mit Frauen besetzten Cabrios. *smile* )

Liebe Grüße

sendet Birgit


24. September 2003 / Sybille schrieb:

Hallo,

da ich heute einen frustigen Tag habe, hab ich mal bei Google geschaut, ob ich eine Art "Fernfahrerfrauen-Forum" finde...und bin hier gelandet.

Schon nach dem Lesen ging es mir wieder etwas besser, denn mein Göttergatte kommt wenigstens für mindestens 36 Stunden heim jedes Wochenende (meist von freitag 19.30Uhr bis Sonntag 21 Uhr...hier ist allerdings das Vorschlafen abzurechnen....).

Nichtsdestotrotz fühle auch ich mich alleinerziehend (es wohnt auch keine Oma in der Nähe...),und an Tagen wie heute, wo sich die Termine zu wahren Bergen türmen und ich das Gefühl habe, dass das wahre Leben an mir vorbeirauscht -im Dauerzustand des Wartens auf das Wochenende,komme ich mir vor, als ob ich E.T. wär.

Momentan ist er in Frankreich (diese Tour hasst er wegen der WC´s und der strengen Kontrollen sowie der öden Autobahn)und selbst in einer Phase, wo er am liebsten alles hinschmeissen möchte. Ein absolut unfähiger Disponent, ein immer gleichgültiger werdender Chef und abnehmende Kollegialität sowie keinerlei Gehaltserhöhungen seit 6 Jahren (!!) machen seinen Traumjob so langsam nicht mehr tragbar.

Lasst das Eure Chefs nicht hören, aber bei uns wurde das Handyproblem wie folgt gelöst: jeder Fahrer trägt ALLE Kosten für das Firmenhandy...von der Grundgebühr über die Telefonate mit dem Disponenten oder auch Kunden...die komplette Rechnung wird von den Spesen abgezogen.Wenn ich die Steuererklärung mache, kostet mich das jedes Jahr wieder ein paar Lebensmonate vor lauter Schimpfen.

Die Spediteure legen keinerlei wert mehr auf Zusammengehörigkeitsgefühl (jeder Fahrer macht sein Ding, "alten Kader" gibt es nur noch selten, die sich noch aus Zeiten kennen, als Freitagabend alle auf dem Hof waren und MIT DEM CHEF zusammen im Fahrerraum den obligatorischen gemütlichen Wochenendplausch gemacht haben.) das waren auch die Zeiten, als der Chef die Firmenphilosophie hegte, auch die Frauen der Fahrer zu feiern einzuladen und ihnen speziell zu danken, das sie ihren Männern den Rücken für die Firma freihalten. Das hob die Arbeitsmoral enorm, und ich verstehe überhaupt nicht, warum derselbe Chef heute alles nur noch über Telefon und unpersönliche "Zettel" regelt, kein gutes Wort für niemanden findet und als erste Sparmaßnahme die EINZIGE Firmenfeier der Fahrer, nämlich die Weihnachtsfeier zu streichen. *kopfschüttel*

Die Fahrer sehen sich fast gar nicht mehr, es herrscht ein reger Wechsel, neue Fahrer werden teilweise erst nach Wochen "bemerkt" ...um diesen Job zu machen, MUSS man gerne Fahrer sein- und jemanden haben, der den Alltagskram erledigt...

Wir Fahrerfrauen haben es eben nicht immer nur schön, weil wir zuhause sind (ich hasse es , wenn er das sagt - ich geh ja "nur" 5,5 Stunden am Tag arbeiten!!...jedenfalls zum bezahlten teil des Tagesprogramms...)

So, wie er es hasst, wenn ich darauf antworte: okay, tauschen wir, ich hab nichts dagegen, mal ein paar Stunden vorm Bett zu sitzen und auf die Straße zu starren...*gg*...

Das mit den Arzt- und Behördenterminen ist auch bei uns ein Problem, und äußerst peinlich, wenn ich einen ergatterten Freitag, 17 uhr 30- termin beim Zahnarzt wiederholt wieder absagen muss...

warum gibts keine Ärzte an der Autobahn?? Wieviele Tausende Leute arbeiten an und auf der Autobahn, das muss sich doch rentieren?? Und die Sache mit den Duschmarken ist eine UNVERSCHÄMTHEIT, die blanke Abzocke. Sehr schön finde ich auch, wenn man den LKW- Schlüssel als Pfand für die Duschbenutzung verlangt...sind die Duschen in Marmor und Gold gehalten oder wie??

LKW- Fahrer sind der Prügelknabe der Nation- das Äquivalent zum Autofahrer. Aber so eine Einigkeit wie in Frankreich untereinander wird es hier nicht geben, also wird sich wohl ni´xhts zum Guten ändern in nächster Zeit.

So, das ist ja doch was mehr geworden als geplant. Ich schau mal wieder vorbei, freue mich aber auch über E-Mails und den Besuch meiner HP.

Kopf hoch!

Viele Grüße

Info: E-Mail-Adresse: philosophia30@yahoo.de

 

Sie hat jetzt aktuell auch ein Forum für Fahrerfrauen eröffnet!!! Bannerlink dazu:



 

Zur Übersicht von Birgit´s Kolumne:

Report - Probleme einer Fernfahrerehe

     
 

15. Mai 2003 (Erster Kolumnen-Beitrag!)

 
 

28. Mai 2003

 

2. Juni 2003

 

10. Juni 2003

 
 

24. Juni 2003 >>> Thema: "Frust" (ab jetzt mit Titel!)

 
 

2. Juli 2003 >>> Thema: "Handy-Rechnung"

 
 

2. Juli 2003 >>> Thema: "Arme Trucker"

 
 

9. August 2003 >>> Thema: "Urlaub"

 

25. August 2003 >>> Thema: "Riesenproblem - Fahrer muss zum Arzt"

1. September 2003 >>> Thema: "Alleinerziehend oder nicht???"

11. September 2003 >>> Thema: "Fernfahrer und ihre Kinder..."

  25. November 2003 >>> Thema: "Meldung so zwischendrin..."  
  27. August 2004 >>> Thema: "Swen - der Unglücksrabe..."  
  8. Februar 2005 >>> Thema: "Echte Beziehungskrise"  

 

Und es wäre schön, noch viel mehr Zuschriften zu diesem Thema von anderen Fahrerfrauen und Familien zu erhalten!!!

Birgit hofft auch auf einen Dialog mit anderen Betroffenen...

 

 


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