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BEZAHLUNG
Wann wird es endlich mal Standard, dass LKW-Fahrer wirklich anständig und
vor allem angemessen bezahlt werden?!
Es kann nicht angehen, dass nach meiner Schätzung über 90% der Fahrer mit
einem, meist dazu noch niedrigen Pauschallohn, abgespeist werden! Beliebte
Argumentation vieler Fuhrunternehmer dazu: „Da zahlst Du weniger Steuern!
Und das richtige Geld verdienst Du bei mir doch über die steuerfreien
Spesen!“
Das ist Humbug, unsozial und hat etwas mit Dummenfang zu tun! Wie sieht es
denn unter solchen Entlohnungsverhältnissen aus, wenn der Fahrer im Urlaub
oder krank ist?! Oder viel später im Hinblick auf die Rente?! Recht schlecht
– für den Fahrer!!!
Der Pauschallohn muss weg! Und ein ordentlicher Stundenlohn dafür
her! Selbst wer das „Glück“ hat, dass ihn seine Firma nach Tarif bezahlt,
muss mit wirklich lächerlichen und eben nicht angemessenen rund 9 Euro
Bruttolohn nach Hause gehen! Und das für eine Arbeit und einen Job, der
tagtäglich allerhöchste Verantwortung mit sich bringt!!!
Pauschallohn dient ausschließlich den Interessen von Fuhrunternehmern! Da
ist es den Herrschaften nämlich reichlich egal, wie lange ein Fahrer
unterwegs ist oder wie lange er irgendwo mal wieder warten muss!
Durchschnittliche Arbeitnehmer müssen nur etwa 38 bis 40 Stunden pro Woche
arbeiten. Das sollte von vorneherein (Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft
hin oder her!) als gesetzliche Ausgangsbasis für alle Fahrer gelten. Was
dann mehr als diese Stunden abgeleistet wird (wir sprechen hier im
Fernverkehr etwa von 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche!) muss definitiv als
Überstunden bezahlt werden.
Überstundenbezahlung kennt man bisher in der Branche praktisch überhaupt
nicht!!!
Das ist ungerecht und unsozial! Würde sich der Staat hier ordentlich
engagieren und entsprechende Verordnungen erlassen, würde sich das doch
logischerweise auch positiv auf die steuerliche Einnahmesituation auswirken!
Auch die Verbraucher sollten sich halt daran gewöhnen müssen, dass dadurch
das Preisniveau in den Läden etwas steigen würde! Bei der Automobilindustrie
werden im Verhältnis z.B. wahre Spitzenlöhne an die Arbeiter gezahlt (warum
auch nicht?!) - und vor allem auch dadurch haben deutsche Fahrzeuge einen
international gesehen relativ hohen Preis! Das ist doch tatsächlich
zwischenzeitlich auch so schon lange akzeptiert und regt niemanden auf! Nur
bei LKW-Fahrern scheint es seit Jahrzehnte zuviel verlangt, dass sie für
ihre viele, verantwortungsvolle und letztendlich unentbehrliche Arbeit
anständig bezahlt werden! Das ist skandalös!
Und die Fuhrunternehmerschaft
braucht hier auch gar nicht zu jammern anfangen! Die letzten Jahrzehnte –
auch da, wo wirklich noch leicht gutes Geld für die Chefs zu verdienen war –
gab es doch auch schon immer vorgeschriebene Gründe, warum das Lohnniveau
nicht der allgemeinen Preisentwicklung angepasst wurde! In Deutschland
liefern sich doch außerdem die Fuhrunternehmer selbst seit Jahren einen
mörderischen Preiskrieg! Mit der Folge, dass mittelfristig die kleineren
Unternehmen vom Markt verschwinden und die großen Fuhrunternehmen sich
weiter ausbreiten können!
Der Politik ist hier auch eindeutig vorzuwerfen, dass sie die deutschen
Fuhrunternehmer alles andere als ausreichend dem europäischen Markt im
Rahmen der EU ausgeliefert hat! Kein Wunder, dass hier inzwischen so viele
ausländische Fuhrunternehmen sich breit machen…
WEIHNACHTSGELD +
URLAUBSGELD
Die meisten LKW-Fahrer kennen das Wort „Weihnachtsgeld“ nur vom Hörensagen!
Was in vielen Berufen eine Selbstverständlichkeit ist – das so genannte
13.Gehalt – wird im Fuhrgewerbe so gut wie nie bezahlt. Von der
Wahrscheinlichkeit her fällt eher Ostern auf Weihnachten als dass man ein
13. Monatsgehalt bekäme!
Auch das Urlaubsgeld ist als eher nur marginal anzusehen: wenn man überhaupt
eines bekommt, dann bewegt sich das (brutto!) mal eben bei rund 15 Euro!
Auch hier halte ich die Forderung für angebracht, dass hier entsprechend
nachgebessert wird – und zwar für alle Fahrer! Hier wird man trotz
erbrachter hoher Arbeitsleistungen ganz eindeutig behandelt wie 2.Wahl! Ein
Beispiel mehr, wie unsozial Fuhrunternehmer mit ihren Fahrern umgehen!
URLAUB
Angesichts der Unmengen von Arbeitsstunden, die ein Fernfahrer während eines
Jahres ableistet (mindestens 50% bis teilweise über 100% über den sonst
üblichen 38 bis 40 pro Woche anderer Arbeitnehmer!), ist es mehr als ein
schlechter Witz, dass beispielsweise einem 42-jährigen mit 17 Jahren
Berufspraxis (= meine Wenigkeit!) eben mal lausige 28 Tage bezahlter
Jahresurlaub zustehen! Für wesentlich angemessener halte ich hier, dass die
bisher üblichen Sätze um wenigstens 50% angehoben werden! Die meisten Fahrer
im Fernverkehr haben ohnehin nur knappe Wochenende für sich und ihre Familie
zur Verfügung. Da ist es mehr als recht und billig, dass hier beim Urlaub
endlich ein fairer Ausgleich geschaffen wird!
RENTE
Hier werden Fern- und LKW-Fahrer ganz offensichtlich genau so deutlich
benachteiligt und diskriminiert wie bei der geltenden Urlaubsregelung! Wenn
einer aus unserem Gewerbe nach 40 Jahren in Rente geht, hat er in diesen 40
Jahren soviel Arbeitsleistung erbracht wie 1,5 oder sogar 2 Arbeitnehmer aus
den meisten anderen Berufen! Also basierend auf sonst üblichen abgeleisteten
wöchentlichen Arbeitsstunden ergibt sich hier gewissermaßen eine
Lebens-Arbeitsleistung von sagenhaften 60 bis 80 Jahren! Ganz zu schweigen,
was so ein Fahrer nach soviel erbrachter Arbeitsleistung und durchweg
schlechter Bezahlung dann überhaupt als Rente erhält!!!
Das ist sozial höchst ungerecht!!!
Meine Forderung ist also dahingehend, dass Fahrer, die entsprechend lange
Berufsausübung nachweisen können, deutlich früher in Rente gehen können.
Frankreich ist uns hier schon um einiges voraus: da konnten die Fahrer einen
wesentlich früheren Rentenbeginn durchdrücken!
SPESEN
Realitätsnahe Anhebung der Spesen für das Fahrpersonal von LKWs:
- bei Abwesenheit von mind. 8 Stunden: von 6 Euro auf 12 Euro
- bei Abwesenheit von mind. 14 Stunden: von 12 Euro auf mind. 18 Euro
- bei Abwesenheit von mind. 24 Stunden: von 24 Euro auf mind. 36 Euro
Bei den heutigen Preisen für die Verköstigung und Verpflegung unterwegs sind
die aktuellen Sätze fern der Realität und der tatsächlich verlangten Preise!
Von einer deutlich verbesserten Kaufkraft der Fahrer in diesem Bereich
profitieren alle Ein-richtungen, die mit dem Verkauf von Brotzeiten und
Mahlzeiten oder Nahrungsmitteln zu tun haben!
FAHRERHÄUSER
Von
gesetzlicher Seite müsste der Spielraum für die Gestaltung und insbesondere
Größe der Fahrerhäuser noch ausgeweitet werden, damit der Arbeits- und auch
Lebenskomfort in der Kabine vor allem für die Fahrer auf Langstrecke wächst.
VERLADER UND ABSENDER
Müssen noch wesentlich mehr in die Pflicht genommen werden.
Drakonische Strafen sollten hier angedroht werden, wenn man einem zu
beladenden LKW zumutet, zulässige Gesamtgewichtsbeschränkungen zu
überschreiten.
Dasselbe sollte auch gelten, wenn von Versenderseite nicht dafür
gesorgt wird, dass die zu verladende Ware ordentlich gesichert werden kann
(z.B. denkbar, wenn chaotisch und ohne nachzudenken die Ware aufgeladen
wird).
HIER GEHTS WEITER:
2. ARBEITS-UMFELD DER FERNFAHRER
3.
SONSTIGES
NOCH EIGENE IDEEN UND VORSCHLÄGE DAZU ?!?
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