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„Blender“
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Liebe
Leser und Kollegen! Das sind jene Zeitgenossen, die uns nächtens, egal ob auf Autobahn oder Landstraße, entgegenkommen mit aufgeblendeten Scheinwerfern - also mit Fernlicht. Mit dem Ausdruck meine ich nicht die (auch) sehr vielen Autofahrer, bei denen die Scheinwerfer nicht ganz korrekt eingestellt sind. Eine einmalige Einstellung pro Jahr - im Herbst wird dies von vielen Autowerkstätten wegen der beginnenden dunkleren Jahreszeit zumeist sogar kostenlos im Rahmen des "Lichttests" angeboten - wäre im Interesse aller, auch von sich selbst, sicher kein unnötiger Luxus! Nein - ich meine die Schlafmützen und notorischen Dauer-Fernlicht-Fahrer, denen es nur auf ihre eigene gute Sicht ankommt und die sich keinen Deut darum bekümmern, ob ihnen entgegenkommende Auto-, Motorrad- und Lastwagenlenker bei der auftretenden Blendung überhaupt noch etwas sehen und erkennen können! Dabei sind, vor allem auf der Autobahn, gar nicht alle "Blender" so rasend schnell unterwegs. Da ließe es sich irgendwo ja noch verstehen, dass sie vorwiegend mit Fernlicht fahren. Obwohl es bei normaler Reaktion gar kein Thema sein sollte, wieder auf Abblendlicht bei Gegenverkehr zu schalten. Was eben auch den allgemeinen Spielregeln und Vorschriften entsprechen würde. Aber es gibt nun diese spezielle Klientel, die es, egal wie schnell sie tatsächlich fährt, einfach nicht für nötig hält, wieder von Fernlicht auf Abblendlicht umzuschalten. Noch nicht mal, wenn man in aller Deutlichkeit selbst einmal oder, falls erforderlich, mehrmals mit der eigenen Lichthupe gegen das unfaire Verhalten protestiert! Allein mit Rücksichtslosigkeit und / oder Bequemlichkeit ist das wohl nicht zu erklären. Ich persönlich hege den Verdacht, dass es vor allem Fahrer sind, die schon sehr lange nicht mehr einen Sehtest gemacht haben und, abgesehen von vermutlich verschlechterten Sehwerten, möglicherweise auch zur Nachtblindheit neigen. Die müssen in der Dunkelheit förmlich alles tun, damit sie mehr erkennen können. Leider auf Kosten ihrer Mitmenschen! Was vor allem die Raser unter ihnen überhaupt nicht bedenken, ist die ganz einfache Vorschrift aus der Straßenverkehrsordnung, dass man innerhalb des überschaubaren Bereichs grundsätzlich in der Lage sein muss, sicher zu bremsen und anzuhalten! Bei
höheren Geschwindigkeiten und einer möglicherweise eingeschränkten
Sehleistung nützt da auch das beste Fernlicht nichts, wenn einmal der gar
nicht so unwahrscheinliche Fall eintritt, dass man überraschend wegen einer
Unfallstelle, Hindernis, Gegenstand oder Wild ganz eilig "in die Eisen
steigen" muss! Warum blenden LKWs meistens auf, wenn sie von einem anderen LKW überholt wurden (oder vielleicht auch einem Autobus oder Pkw-Wohnwagengespann)? Antwort:
Es ist dies nicht mehr als eine höfliche und freundliche Geste, dem
Überholenden einen sicheren Hinweis darauf zu geben, dass er nun wieder
gefahrlos auf die rechte Fahrspur einscheren kann. Bei längeren Fahrzeugen
lässt sich nicht immer ganz sicher einschätzen, wann man an dem Überholten
wirklich ganz vorbei ist und sicher wieder auf die rechte Spur ziehen kann.
Durch das kurze Aufblenden wird also der Überholvorgang definitiv abgekürzt
zum Vorteil aller Beteiligten. Zu diesem „Ritual“ gehört danach
selbstverständlich auch, wenn der Vordermann sich für diese kleine Hilfe
durch kurze und abwechselnde Betätigung der Blinker beim Hintermann dafür
bedankt. |
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