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„LKW-Fahrerinnen“
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Liebe Kollegen und Leser! Warum auch nicht?! Natürlich gibt es einen gewissen Prozentsatz von "Kollegen", denen das überhaupt nicht passt und die üblichen Sprüche dagegen klopfen. Was z.B. die körperliche Statur angeht, gibt es auch zahlreiche Männer, die von eher zierlichen oder vermeintlich schwachen Körperbau sind (gewissermaßen "Würstel", wie man in Bayern sagen würde!). Denen spricht man die Fähigkeit zur Ausübung auch nicht ab, obwohl sie, wenn sie nicht sehr groß sind, sich auch deutlich mehr plagen müssen (z.B. beim Öffnen und Schließen der Bordwände oder etwa Planen) als die größeren und kräftigeren Fahrer. Und bei den Fahr- und Rangierfertigkeiten stehen Frauen den männlichen Kollegen in nichts nach. Vom Fuhrparkleiter einer größeren Augsburger Spedition habe ich vor Jahren schon mal gehört, dass die seinerzeit einzige Fahrerin beim Umgang mit Wechselbrücken sogar alle anderen Fahrer "in die Tasche gesteckt" haben soll. Und bei den Fahrerinnen sind es auch nicht nur "robuste" Damen, die den Job ausüben, sondern gelegentlich ebenso ganz zierliche. Frauen haben es - und zwar niemals nur zu Beginn als Anfängerinnen - immer schwerer, sich Respekt zu verschaffen bei "Kollegen" und bei manchen Firmen, wo sie laden oder abladen. Manche miesen "Kollegen" warten dann förmlich schon darauf, dass so einer Fahrerin ein Fehler oder ein Missgeschick unterläuft, damit sie einen entsprechenden erzkonservativen ("Frauen gehören nach Hause an den Herd und zur Familie") oder abqualifizierenden Spruch ("Wärst Du besser Tippse geblieben") loswerden können. Bei der Be- oder Entladung, wo ja immer wieder auch tatkräftiger körperlicher Einsatz vonnöten sein kann, wenn z.B. eine wirklich "sauschwere" Palette mit dem Hubwagen bewegt werden muss, hilft so mancher Lagerarbeiter gerade absichtlich nicht (oder steht mit anderen Kollegen ablästernd dabei und schaut zu). Das sind in meinen Augen ganz primitive Chauvinisten- und Macho-Charakterschweine! Wäre ein zu schwach gebauter Mann an derselben Stelle, würde dieser ohne Umschweife Hilfe erhalten und müsste nicht befürchten, dass man sich über ihn lustig macht. Ich bin vielmehr der Meinung, dass es selbstverständlich sein sollte, dass man als männlicher "Kollege" da, wo es erwünscht und notwendig ist, seiner "Kollegin" genauso hilft, wie man es bei einem männlichen Fahrer machen würde. Das ist nur recht und billig! In der neueren Zeit wird dem Umstand, dass es zwischenzeitlich mehr Fahrerinnen gibt, auch bei Raststätten und Autohöfen zunehmend Rechnung getragen, wenn es um entsprechende sanitäre Einrichtungen für Frauen geht. Denn noch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass z.B. Duschen nur für Damen, oder dieselben innerhalb des Damen-Toilettenbereichs, gibt. Das gleiche gilt beim sanitären Angebot für sich dort vorübergehend aufhaltende Fahrer bei manchen großen Firmen, die zwar gelegentlich schon eine fast vorbildliche sanitäre Einrichtung für männliche Fahrer haben, aber eben nicht für weibliche. Es scheint sich hier aber eine durchaus positive Entwicklung abzuzeichnen! |
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