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Liebe Leser und Kollegen!
Selbst das ist ein Punkt, der eine nähere Betrachtung wert ist. "Verbraten"
doch viele Fahrer einen erheblichen Teil ihrer Spesen in Imbissbuden und im
Schnellimbiss.
Dabei erfüllen diese nicht nur den Zweck der Nahrungs- und Getränkeaufnahme,
sondern bieten gleichzeitig einen beliebten Treffpunkt, wo Neuigkeiten und
Klatsch und Tratsch die Runde machen - fast wie früher mal üblich beim
Friseur. Und mancher Imbiss-Stand erfreut sich bei männlichen Kunden allein
schon deshalb großer Beliebtheit, weil vom geschäftstüchtigen Inhaber eine
attraktive junge Dame verpflichtet werden konnte. Ich traue mich fast zu
behaupten, dass insbesondere dann sehr "heldenhafte" Geschichten von
unterwegs aufgetischt werden, um Eindruck zu schinden.
Das Angebot und die Auswahl haben sich zwischenzeitlich erheblich
vergrößert, seitdem immer mehr u.a. Döner Kebab-Buden aufgemacht haben. Auch
asiatisches Essen scheint hier zunehmend in Mode zu kommen.
Was aber aus meiner Sicht anzukreiden ist, das ist der Mangel an wirklich
sinnvollen und vor allem gesunden Mahlzeiten. Denn die legendäre Currywurst
mit Pommes oder irgendwelche Schnitzelsandwichs können es auf Dauer nicht
gewesen sein. Hier wäre wirklich mehr Phantasie und Einfallsreichtum der
Betreiber gefragt.
Mit der Verkürzung der gesetzlichen Spesen im Jahre 1996 ging übrigens
insbesondere für die Imbissbuden-Besitzer ein deutlicher Umsatzrückgang
einher. Das belegten mehrere von mir zu diesem Thema geführte Gespräche mit
Betreibern im selben Jahr. Die Fahrer neigten seinerzeit zumindest dazu,
eher von zu Hause wieder belegte Stullen mitzunehmen und den Kaffee in einer
Thermoskanne.
Hämischerweise muss ich an dieser Stelle aber anmerken, dass es unter
Umständen wirklich gesünder sein kann, von zuhause Nahrungsmittel für den
Verzehr unterwegs einzupacken.
Warum? Nun - es gibt diese (zugegebenermaßen aber wirklich seltenen) Fälle,
wo einem in einem schlampig geführten Laden auf den Pommes z.B. verdorbener
Ketchup oder auch Mayonnaise landen können. Mit der unangenehmen Folge einer
Lebensmittelvergiftung, die mit Fieber, Erbrechen und Dünnpfiff einhergehen
kann und einen für mindestens einen Tag außer Gefecht setzt. Dieser Ursachen
wegen ging es mir selbst zweimal recht dreckig.
Auch Hamburger, selbst die einer renommierten und weltweiten Kette, können
mal verdorben sein. Das musste ich einmal, ausgerechnet kurz vor
Weihnachten, erleben. Brieflich stellte ich die Firma zur Rede, denn die
Untersuchung und Befragung durch den Hausarzt hatte zweifelsfrei ergeben,
dass ein Hamburger die Ursache meiner Lebensmittelvergiftung war (laut
Aussage von meinem Doc sei das gar nicht mal so selten!). Mir wurde nur eine
recht unverschämte Antwort zuteil - mit der Begründung, dass bei ihren
Produkten ein – ach - so hoher Sicherheits- und Kontrollaufwand betrieben
würde. Nur bin ich zufällig selbst mehrfach Kühlzug-Fahrer gewesen und weiß
aus eigener Erfahrung, dass es mal vorkommen kann, dass Tiefkühlware antauen
kann (sei es, weil es Probleme mit dem Kühlaggregat gab oder dass sich ein
Kunde beim Abladen schlichtweg dämlich anstellte). Und insbesondere bei
Hackfleisch kann es dann zu Problemen kommen.
Aber meistens hat man Glück und es passiert nichts, wenn man sich etwas aus
einer Imbissbude holt…
Jedoch soll natürlich ebenfalls erwähnt werden, dass es auch sehr rührige
Betreiber ihres Imbissladens gibt. Mit am bekanntesten war wohl "die Oma"
von einer kleinen Raststätte an der A 45, wenn ich mich nicht irre. Die
hatte vor langen Jahren einen wahrlich legendären Ruf und der kleine
Parkplatz der Raststätte platzte immer schier aus allen Nähten, weil so
viele Fahrer dort Rast machen wollten. Die alte Dame hatte allerweil ein
offenes Ohr für die Sorge und Nöte "ihrer Jungs" und kannte wahrscheinlich
viele Stammgäste auch namentlich. Ihre Pensionierung hat sie deswegen wohl
seinerzeit mehrfach verschoben - zur Freude ihrer Fans.
Das Gerücht, dass dort, wo viele LKWs parken, ein vorzügliches Essen mit
einem fairen Preis/Leistungsverhältnis zu haben ist, dürfte im großen und
ganzen schon stimmen - aber es ist in der heutigen Zeit der knappen
LKW-Parkplätze unterwegs keine Garantie mehr.
Übrigens war es auf den Autobahnparkplätzen der damaligen DDR eine recht
brauchbare Einrichtung, dass auch dort Imbissbuden zugelassen waren. Das
wäre auch in der heutigen Zeit in der ganzen Republik wünschenswert und
zweckmäßig!
Dieser heutige Stichpunkt hat natürlich auch mit dem Thema Pause zu tun!
Vorsorglich möchte ich alle Fahrer daran erinnern, grundsätzlich rechtzeitig
und wenn möglich auch ausgiebig Pause zu machen – im Interesse der eigenen
Gesundheit! So wichtig kann kein Termin gewesen sein, dass man darauf
verzichtet!!! Ausgeruht kommt man bekanntermaßen besser und sicherer am Ziel
an…

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