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Kräftige Verteuerung der
Transportkosten ab 2007 bei Stückgut- und Komplettladungsverkehren Eine wesentliche Begründung: angeblich steigende Fahrerkosten!!! Man glaubt es nicht... Lesen Sie eine Pressemeldung und meinen Kommentar dazu (26.10.2006) Jetzt kann es keine Ausreden mehr geben zur Verweigerung von Lohnerhöhungen für LKW-Fahrer!!! Damit das dann auch den Tatsachen wirklich entspricht, was in dem Artikel steht, sollten alle Fahrer unverzüglich für nächstes Jahr entsprechend mehr Lohn und vor allem die genaue Einhaltung der ab April 2007 geltenden Arbeitszeiten für Fahrer einfordern! Sonst landet das mehr geforderte Geld für Transporte leicht an der falschen Stelle... (z.B. beim Chef)!!! |
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Quelle: www.DVZ.de / Eine Meldung vom 26.10.06 Kräftige Preissteigerungen auf der Straße in Sicht
25.10.2006 | In der derzeit laufenden Preisrunde für das Jahr 2007 müssen sich Einkäufer von Transportleistungen auf der Straße offenbar warm anziehen. Die Anbieter von Stückgutverkehren fordern zwischen 3,6 und 6 Prozent höhere Preise. Komplettladungen könnten sich sogar zweistellig verteuern. Preistreiber sind die Energie- und Fahrerkosten. Die Anbieter von Laderaum müssen die Kosten kalkulieren, welche die neue Arbeitszeitrichtlinie für Fernfahrer mit sich bringt. Diese tritt ab April 2007 in Kraft. „Bisher galt im Bereich der Fernfahrer der Bundesmanteltarifvertrag. Der sieht maximal 56,5 Stunden in der Woche vor, und zwar Arbeitszeit inklusive Lenkzeit. Die neue Richtlinie erlaubt maximal 45 Stunden Lenk- und Arbeitszeit“, erklärt Michael Kubenz, Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes. Die Kostensteigerungen bezogen auf den Dienstleistungspreis sind jedoch abhängig vom Transport- und Lohnkostenanteil. Bezogen auf einen Punkt-zu-Punktverkehr mit 50 Prozent Fahrerkostenanteil ergeben sich rechnerisch bis zu 15 Prozent Kostensteigerungen. Auch langfristig rechnen die meisten Marktteilnehmer mit Preissteigerungen. Laut dem neuesten SCI-Logistikbarometer erwarten 63 Prozent der befragten Unternehmen für die kommenden drei Jahre jährliche Preissteigerungen in der Logistik von mehr als fünf Prozent. Quelle: www.DVZ.de / Eine Meldung vom 26.10.06 Kritischer Kommentar vom "Müllerman" dazu Dass Energie- und natürlich auch die Mautkosten ein erheblicher Kostentreiber sind - und das schon seit etlichen Jahren! - ist natürlich klar, verständlich und sehr nachvollziehbar! Neu ist aus meiner Sicht, dass jetzt von "höherer Stelle", dem Deutschen Spedition- und Logistikverband, auch sehr öffentlichkeitswirksam damit argumentiert wird, dass diese - sicher wirklich überfälligen - Preiserhöhungen für Transportdienstleistungen zu 50% (im Beispiel oben bei Stückgutverkehren) auf neu zu kalkulierende und angeblich steigende Fahrerkosten zurückzuführen sind! Für mich klingt das stark nach Geschichten, respektive Märchen nach Art der Gebrüder Grimm! Laut Artikel oben argumentiert der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes mit dem bisherigen Bundesmanteltarifvertrag und der ab April 2007 geltenden neuen und schärferen Arbeitszeitrichtlinie für Fernfahrer: da wären nur noch 45 Stunden Lenk- und Arbeitszeit zulässig. Daher müssten die Kosten neu kalkuliert werden für das Fahrpersonal... Ich möchte mal wissen, wieviele Arbeitgeber im Transportgewerbe sich bisher wirklich ernsthaft um den ominösen Bundesmanteltarifvertrag gekümmert haben. Meines Wissens gibt es bisher für LKW-Fahrer in Deutschland noch keinen einzigen Tarifvertrag, der für allgemein verbindlich erklärt worden wäre. Aus gutem Grunde wurde das bisher nämlich verhindert! Da könnte sich sonst nämlich jeder Fahrer rechtlich abgesichert - und vor allem ohne in irgendeiner Gewerkschaft sein zu müssen! - auf eben so einen Tarifvertrag berufen! Mit konkreten Forderungen nach verbindlichen (Mindest-/Stunden-) Löhnen, Arbeitsbedingungen und weiteren Rechten! Wieviele Fahrer werden ab April 2007 tatsächlich von der neuen Richtlinie profitieren??? In der Konsequenz müssten bei reeller Umsetzung dann nämlich eigentlich weitere Fahrer eingestellt werden. Falls nicht, was eher wahrscheinlich ist, müsste jegliche - dann aber eigentlich nicht mehr zulässige - Mehrarbeit entsprechend entlohnt werden! Sollte es also dann irgendwelche Lohnerhöhungen geben?! Ich prognostiziere hier mal, dass dieses Statement des Verbandes eben aus der Rubrik "Dichtung und Wahrheit" stammt: Weder werden Fahrer wirklich weniger arbeiten müssen - noch werden sie mehr Lohn erhalten. Alles bleibt sehr wahrscheinlich wie gehabt! Aber wenn die Transporteure auf dem Markt ihre geplanten Preiserhöhungen durchsetzen können - unter Verwendung offensichtlich fadenscheiniger Begründungen, was die angeblich steigendne Fahrpersonalkosten angeht - wird das an den meisten Fahrern ohne Verbesserung ihrer ohnehin seit Jahren lausigen Einkommens- und Arbeitssituation vorbeigehen... Aber in der Öffentlichkeit macht es sich zur Begründung der Erhöhung von Transportkosten natürlich gut, wenn man erzählt, dass dies auch wegen der Fahrerkosten notwendig sei... Ich weiß aus eigener 17-jähriger Erfahrung um die "große Menschenfreundlichkeit" und den "Anstand" von den meisten Unternehmern und Disponenten im Fuhrgewerbe.... - da zählt der Mensch wenig, dafür aber umso mehr seine so billige, aber doch ungeheure Arbeitskraft! Das ur-amerikanische und üble "hire and fire" hat hier schon lange Einzug gehalten in diesem Gewerbe! Und die übrige Wirtschaft macht es zunehmend immer mehr nach! Daher meine persönliche Empfehlung an alle LKW-Fahrer: bezugnehmend auf diesen Zeitungsartikel oben, wäre doch jetzt - wenn nur ein Fünkchen Wahrheit daran ist... - der beste Zeitpunkt, den Chef daran zu erinnern, dass wohl endlich mal eine ordentliche Lohnerhöhung fällig ist! Denn von den Kunden wird nächstes Jahr doch wesentlich mehr verlangt, weil angeblich die Hälfte der Mehrkosten auf gestiegene, bzw. steigende Fahrerkosten zurückzuführen ist. Es wäre nur recht und billig, wenn dann die Fahrer auch tatsächlich mehr verdienen würden! Und nicht nur die Geschäftsleitung... Sie können mir hier schreiben: KONTAKTFORMULAR oder etwas ins Gästebuch: da finden Sie auch sehr interessante Beiträge... Weitere Infos zu neuen Richtlinien für das Transportgewerbe Auf den Seiten des BAG (www.BAG.Bund.de) finden Sie auch wichtige Informationen zu neu geltenden Vorschriften (seit 1.5.2006) hinsichtlich des Digitalen Tachographen, als auch zur erweiterten Mitführungspflicht für Tachoscheiben (Schaublättern). Hier müssen Sie bei einer Kontrolle nicht nur die Scheiben der aktuellen Woche vorweisen, sondern auch alle Schaublätter der vergangenen 15 Kalendertage vor Beginn der aktuellen Woche! Die neu geltende EU-Verordnung dafür nennt sich VO (EG) Nr. 561/2006 und kann als Pdf-Datei auf www.BAG.Bund.de heruntergeladen werden. Weitere Neuregelungen wird es ab 11. April 2007 geben: umfangreiche Änderungen bei den Lenk- und Ruhezeiten (Artikel 6 bis 9 und 12 VO (EG) Nr. 561/2006). Ab dann gilt auch: "In Artikel 10 Abs. 3 Unterabsatz 1 VO (EG) Nr. 561/2006 ist künftig geregelt, dass das Verkehrsunternehmen selbst für Verstöße haftet, die von Fahrern des Unternehmens im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates oder eines Drittstaates begangen wurden. Nach Artikel 10 Abs. 4 VO (EG) Nr. 561/2006 haben Unternehmen, Verlader, Spediteure, Reiseveranstalter, Hauptauftragnehmer, Unterauftragnehmer und Fahrervermittlungsagenturen sicherzustellen, dass die vertraglich vereinbarten Beförderungszeitpläne nicht gegen diese Verordnung verstoßen. Nach Artikel 19 Abs. 2 VO (EG) Nr. 561/2006 ermächtigen die Mitgliedstaaten die zuständigen Behörden, gegen ein Unternehmen und/oder einen Fahrer bei einem in seinem Hoheitsgebiet festgestellten Verstoß gegen diese Verordnung eine Sanktion zu verhängen, sofern hierfür noch keine Sanktion verhängt wurde, und zwar selbst dann, wenn der Verstoß im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats oder eines Drittstaats begangen wurde." (Quelle: www.BAG.Bund.de) Überdies gilt ab 1. Januar 2008: es sind die Fahrerunterlagen des laufenden Tages und der vorausgegangenen 28 Tage mitzuführen (Art. 26 Abs. 4 VO (EG) Nr. 561/2006). Kommentar des "Müllerman": Mit den sich in der nächsten Zeit noch weiter verschärfenden Vorschriften und deren EU-weiter Umsetzung, sowie vor allem auch mehr Kontrolldruck für Unternehmen selbst ist zu erwarten, dass es Fahrern künftig leichter fallen wird, die Vorschriften einzuhalten und auf genügend Pausenzeiten zu kommen. Wo leider auf absehbare Zeit keinerlei positive Änderungen zu erwarten sind: hinsichtlich anständiger und vernünftiger Löhne für LKW-Fahrer (hier wären vor allem endlich ein ordentlicher Stundenlohn und Überstundenzuschlag wünschenswert!) und beim weiter bestehenden deutlichen Mangel an ausreichenden Parkmöglichkeiten entlang der Fernstrassen und Autobahnen für den Schwerverkehr. Das wird noch viele übermüdete LKW-Fahrer die Gesundheit oder sogar das Leben kosten... Wird oft im Netz vergeblich gesucht - aber es gibt doch eine Übersicht und Bezugsquelle für sämtliche Tarifverträge für das Transport- und Fuhrgewerbe in Deutschland - der Link dazu (extern): http://www.personalraete.de/files-tv-spedition.pdf. Aber: für jeden Tarifvertrag sind an den Betreiber im Voraus z.Z. 4,- Euro zu entrichten. Zusendung erfolgt dann per E-Mail.
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