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Punkte für "Elefanten-Rennen" oder Wie man bundesweit hinterfotzig eigentlich für ein durchgehendes Überholverbot für LKWs sorgt... |
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Der neueste Schildbürgerstreich von Bundesregierung und den meist recht weltfremden Politikern steht im neuesten Bussgeld-Katalog, der seit Anfang April 2004 in Kraft ist: Und zwar der Themenpunkt "Zu langsames Überholen von LKWs"! Dieser "Tatbestand" fand sich zwar auch schon in früheren Ausgaben dieses Katalogs - war aber bis dato "nur" mit 60 DM, respektive dann 30 Euro bewehrt. Und jetzt: ist man mit 40 Euro und einem Punkt in Flensburg dabei... - eine völlig überzogene Strafe!!! Der Müllerman selbst wurde nur einmal wegen solch einer bußgeldverdächtigen Untat belangt - und das seinerzeit nicht zu Recht, weil er ja eigentlich nicht gleich fünf LKW auf einmal überholen wollte, sondern nur einen - aber die lieben "Kollegen" untereinander einen so lausigen Sicherheitsabstand hielten, dass ihm aber auch gar nichts anderes übrig blieb, als tapfer auf der Überholspur auszuharren. Was allerdings einem Bus der Polizei, der sich auch irgendwo hinter mir verborgen hielt, nicht so recht passte... Aber statt sich an die wahren "Übeltäter" zu halten, holten sie dann ihn heraus und knöpften ihm nach kurzer Diskussion die bewußten 60 DM ab. Das war Anno 1997... Um es in diesem Punkt kurz zu machen: früher war es wohl eher die ganz große Ausnahme, dass man mal für "zu langsames Überholen" bestraft wurde! Und heute? Einmal mehr zeigt es sich, dass es in politischen Kreisen eine gewaltige PKW-Lobby gibt, die alles dafür macht und tut, damit der deutsche Autofahrer möglichst unbehindert über deutsche Autobahnen brettern kann. Fast schon nach dem unfallträchtigen Motto "Es lebe das durchgedrückte PKW-Gaspedal"! Gerüchteweise werden sogar religiöse Gründe geltend gemacht in der Art von "Ich kenne keine Stelle in der Bibel, wo geschrieben steht, dass Du nicht das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken darfst..." (letzteres ein kleiner Scherz! Kommt so ähnlich vor in der Trucker-Komödie namens "Convoy" - vorgetragen von einem Reverend der "Kirche der ewigen Wanderer") Und einmal mehr haben die LKW-Fahrer - die zwar überlebenswichtig und unentbehrlich für die deutsche Wirtschaft sind und über keinerlei Lobby verfügen - die berühmt berüchtigte "Arschkarte" gezogen! Letztendlich für ein Problem, das hausgemacht ist durch die Politiker selbst: nämlich die seit 1. 1. 1995 vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzer für alle LKWs über 12 to zulässigem Gesamtgewicht! Seitdem kann nämlich kein LKW schneller als etwa 85 bis 89 km/h fahren... Folge dieser Tempolimitierung: es ist reichlich schwer geworden, "deutlich schneller" einen anderen LKW zu überholen! Die wohl geforderten mindestens 10 Stundenkilometer mehr an Tempodifferenz sind erfahrungsgemäß so gut wie nie zu realisieren... Es ist für die LKW-Fahrer selbst ja schon unangenehm genug, dass sie nur selten zügig andere LKWs überholen können - aber jetzt muss man bei fast schon jedem Überholvorgang zu schwitzen anfangen, ob man beizeiten wieder auf die rechte Spur ziehen kann! Oder eventuell ein Opfer jedes Handy bewaffneten und genervten rasenden Autofahrers werden könnte... Prima Aussichten, möglicherweise für fast jeden Überholvorgang einen Punkt mehr in Flensburg in Aussicht zu haben... Bekanntermaßen ist solches "Sammelvergnügen" aber sehr begrenzt und möglicherweise schnell die Grenze erreicht, wo der Führerschein und dann auch eventuell die bis dato gesicherte Existenz stiften gehen kann! Überhaupt: wie soll denn dann Ersatz gefunden werden für "stillgelegte" Fahrer??? Wie viele möchten denn heutzutage noch diesen übel beleumundeten und äußerst mies bezahlten Job machen, der meist nach der Devise "Wenig Geld, aber dafür möglichst viel Arbeit und fast keine Freizeit" läuft?!? Soll das Heer der Arbeitslosen noch weiter vergrößert werden... Sind sich Politiker nicht im Klaren darüber, dass für einen LKW-Fahrer der Verlust des Führerscheins fast immer auch mit einer fristlosen Kündigung (steht meist auch in Arbeitsverträgen!) verbunden ist?!! Und das kann so nicht angehen! Wahrscheinlich klopft sich so mancher Politiker und LKW-Hasser schon vergnügt auf die Schenkel, weil dieser so dramatisch und unverhältnismäßig verschärfte "Tatbestand" zu nichts anderem als einem geschickt kaschierten deutschlandweiten Überholverbot für LKWs führt! Es kann und darf nicht sein, dass die wichtige Berufsgruppe der LKW- und Fernfahrer so ungerecht behandelt wird!!! Es sind gerade diese Leute, die permanent irgendwelche Termine einhalten müssen - und jede Menge von Vorschriften! Während das Gros der Pkw-Fahrer durchaus nicht unter einer Form von Zeitdruck steht. Da werden viele vielleicht in ihren "sportlichen" (sprich rasenden) Ambitionen beeinträchtigt, aber mehr auch nicht wirklich... Ich rufe die Kollegenschaft also hiermit auf, sich nicht mit dieser neuen Regelung zähneknirschend zu arrangieren, sondern vielmehr ihren Unmut darüber in Berlin und bei den Automobil-Clubs kundzutun!!! Diese unfaire und miese Behandlung sollten wir uns nicht gefallen lassen und jeder sollte seinen Beitrag an Protest dazu leisten!!! Also eine ordentliche Beschwerde loslassen und zeigen, dass man sich nicht alles gefallen läßt - und z.B. eben an das Bundesverkehrs-Ministerium (z.Z. noch Meister Stolpe & Co.) schreiben! Postadresse: Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen Per Mail: Die einzige frei zugängliche Mailadresse, die ich zu dem Verkehrs-Ministerium auftreiben konnte, ist folgende: Wenn Sie den vom Ministerium eigentlich vorgesehenen Weg gehen wollen, dann rufen Sie bitte folgende Seite auf: Kontakt zum Bundes-Verkehrs-Ministerium Dort finden Sie ein offizielles Kontakt-Formular.
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